Reiseberichte
Komodo Tour August 2008
Autor:   Claudia Maurer & Sonja Herter
E-Mail:   info@pindito.com
Ankunft auf dem Schiff
Pindito
Pindito
Pindito
Sonnenuntergang
Um 09.00 Uhr kamen wir im Hafen Benoa an, wo wir herzlich von der Crew auf der Pindito begrüsst wurden, zudem lernten wir die anderen Gäste und das Schiff kennen. Von Anfang an waren uns die Leute schon sehr sympathisch und wir wussten, diese Tour wird mit Sicherheit super!

Die Kabinen sind wirklich sehr komfortabel, vor allem der grosse Stauraum hat uns überrascht. Zudem finden Foto- und Videoliebhaber im Kameraraum viel Platz und können zwischen den Tauchgängen an ihrer Ausrüstung schrauben. Das sehr grosszügige Deck lädt ein, um sonnenzubaden und die romantischen Sonnenuntergänge zu geniessen. Auch um seine Ausrüstung zu montieren, ist der grosse Platz sehr angenehm, da man sich wirklich ausbreiten kann.

Die Überfahrt zu unserem ersten Tauchplatz bei der Insel Moyo war geprägt von eher starkem Seegang. Zum Glück hatten wir bereits vor Fahrtbeginn unsere Seabands montiert.
Tauchen
Am nächsten Tag begann das Tauchen, zuerst der obligatorische Check-dive. In der Regel werden 4 Tauchgänge pro Tag angeboten, der erste Tauchgang findet nach dem „kleinen Frühstück“ um 08.00 Uhr statt. Im Anschluss wird das reichhaltig auswählbare Frühstück (Spiegelei, Suppe, Käsetoast oder Rührei) serviert. Der zweite Tauchgang findet dann um 11.00 Uhr und nach dem Mittagessen ein weiterer um ca. 15.00 Uhr statt (ein leckerer Snack steht bereits bei der Rückkehr aufs Schiff bereit). Der letzte Tauchgang ist je nach dem ein Dämmerungstauchgang um 18.00 Uhr oder ein Nachttauchgang um 20.00 Uhr.

Wir wurden je nach unserer Erfahrung, Wünschen und Ansprüchen in eine der drei Tauchgruppen eingeteilt, was für uns beide super war, da wir noch nicht so viel Taucherfahrung haben. Die drei Tauchguides Mike, Markus und Bob rotierten während der ganzen Tour täglich von Gruppe zu Gruppe. Die Schiffsroute und angefahrenen Tauchplätze werden während der Fahrt bestimmt und sind abhängig vom Wetter und Strömungen. Das Programm des nächsten Tages wurde uns beim abendlichem Briefing mitgeteilt. Die Crew versuchte stets auf unsere Bedürfnisse einzugehen und die verschiedenen Tauchplätze den Wünschen anzupassen.

Ein absolutes Kunden-Plus der Komodo Tour ist auf jeden Fall die abwechslungsreiche und enorme Artenvielfalt unter Wasser. An einem Tag begegneten wir Mantas, Riffhaien und Delfinen, am anderen Tag diversen Nacktschnecken, Sepias, Geisterpfeiffenfischen und Pygmäen Seepferdchen. Von Gross bis Klein ist also alles mit dabei. Ein tolles Erlebnis war der Nachttauchgang am Tauchplatz „Critters“. Wir haben einen grossen Anglerfisch, Himmelsgucker und einen kleinen, fressenden Tintenfisch gefunden. Darum sind wir am nächsten Tag nochmals bei Dämmerung abgetaucht.
Pindito
Tauchen per Zodiac
Heinz Neuenschwander
Sepia
Heinz Neuenschwander
Hai
Unterhaltung & Landausflüge
Pindito
Gemütliches Beisammensein
Pindito
Komodo Warane im Kampf
Nach dem Nachtessen wurden Unterwasserfilme wie zum Beispiel „Edi’s Paradies“ gezeigt oder Unterwasserfotos von den Gästen. Da wir die Filme schon mehrmals gesehen hatten, genossen wir lieber ein Bier, einen Drink oder ein Glas Wein (Achtung: der Wein muss vorangemeldet und extra bezahlt werden!) unter dem Sternenhimmel im Liegestuhl auf dem Deck.

Als Abwechslung zum Tauchen wurden auch Landausflüge geboten. Eines der absoluten Highlights war sicher die Insel Rinca, auf welcher die berühmten Komodo Waren hausen. Auch Wasserbüffel und Affen haben wir gesehen. Ein Strand, an welchem die Warane sonnenbaden, haben wir auch besucht. Wir hatten Glück und sahen sogar Wildschweine und Hirsche. Um die Aussicht zu geniessen und tolle Fotos von der Pindito zu schiessen, stiegen wir auf Wunsch auf einen kleinen Berg, gutes Schuhwerk ist sehr empfehlenswert!
Abschied von der Pindito
Pindito
Mike, Sonja, Markus, Claudia, Bob
Pindito
Indonesische Crew
Am letzten Tag liefen wir etwa um 9.00 Uhr im Hafen von Bali ein, wo schon die Autos für die Transfers in die Hotels oder an den Flughafen warteten. Der Abschied von diesem tollen Schiff und den anderen Gästen fiel allen sehr schwer.

Die Tauchsafari auf der Pindito hat uns sehr gut gefallen und die Vorteile einer Liveaboard-Tour werden wir in Zukunft sicher wieder geniessen wollen: Die eigenen Tauchsachen sind immer am gleichen Ort verstaut, der Tauchablauf ist immer derselbe, die Ausrüstung wird von der Crew ins Zodiac geschleppt, man sieht jeden Tag aufs Neue andere Inseln und Landschaften und es ist schön, mit denselben Leuten mehrere Tag zu verbringen.

Wir danken der gesamten Pindito Crew für den tollen Service, wie das Bereitstellen der Tauchflaschen, das absolut köstliche Essen, die Unterhaltung durch die Guides, das Zeigen der kleinsten Geschöpfe und tollsten Tauchplätze. Danke auch dem Crewmitglied Gagak für die genüsslichen Massagen.
Reiseberichte
Spezialtour zur Schlangeninsel OKT 2007
Autor:   Susanne Halupka
E-Mail:   susanne.halupka@lonza.com
Eigentlich fing es schon im letzten Jahr an, als wir auf der Pindito, einem Tauchkreuzfahrtschiff, von einer Spezialtour zur Schlangeninsel Gunung Api hörten und gefragt wurden, ob wir auch wieder mitkommen wollten. Wir überlegten kurz, stimmten mit den Arbeitskollegen den Termin ab und buchten.

So flogen wir am 20.Oktober 2007 von Zürich via Singapore nach Bali, um dort die erste Zwischenübernachtung zu verbringen. Am nächsten Morgen, es ist inzwischen Montag der 22.Oktober, ging es weiter mit Umsteigen in Sulawesi nach Ambon, der Hauptstadt der Molukken.

In Ambon erwartete uns schon Mike, Cruiseleiter und Diveguide, am Flughafen, um uns und unser Gepäck abzuholen. Schnell wurden wir in wartende Taxis verladen und es ging endlich zur Pindito. Die Zodiaks (kleine Beiboote) sind ruck, zuck bestiegen und wir fuhren durch den Hafen von Ambon zu unserem Zuhause für die nächsten 11 Tage – der Pindito. Da die meisten Gäste bereits zuvor schon auf der Pindito waren, fiel die Begrüssung mit der Crew entsprechend lustig aus. Wir bezogen die Kabinen und warteten aufs Auslaufen.
© copyright by Susanne Halupka © copyright by Susanne Halupka © copyright by Susanne Halupka
Erste Tauchgänge
Jetzt war erst einmal eine grössere Fahrtstrecke angesagt, denn die Schlangeninsel liegt viele Seemeilen von Ambon entfernt. Nach gut 12 Stunden Fahrt erreichten wir Luci Para, eine Insel, die an die Koralleninseln der Malediven erinnert. Hier durften wir endlich ins Wasser. Es gab zwar noch keine Schlangen, aber die Unterwasserwelt Indonesiens ist auch so beeindruckend. Nach zwei Tauchgängen fuhren wir wieder weiter, denn wir hatten erst die Hälfte des Weges zur unsere Schlangeninsel hinter uns. Dies bedeutete wieder ca. 12 Stunden Fahrt, dieses Mal blieb die See aber ruhig und sie soll auch während der restlichen Zeit bleiben.
Die unbewohnte Insel Gunung Api
Dann endlich sehen wir sie – Gunung Api – ein spitzer Kegel, der aus dem Wasser ragt, von Bäumen bewachsen ist und ausser Schlangen, noch einen grosse Vogelkolonie beherbergt. Edi Frommenwiler, Eigner der Pindito, und seine Crew kannten diese Insel von ihren Überführungstouren, wenn sie die Touren ihre Tauchkreuzfahrten von Bali/Komodo nach Irian Jaya verlegten, bzw. umgekehrt, um dem schönen Wetter zu folgen. Dabei gingen sie bisher allerdings immer nur einen Tag vor Anker. Deshalb wollte Edi sich einmal die Zeit nehmen, um die Schlangen mehrere Tage zu besuchen und zu filmen, daher bot er diese Spezialtour an.

Obwohl ich mich ja schon ein ganzes Jahr auf die Fahrt mit der Pindito gefreut hatte, wurde mir vor unserer Abreise nach Indonesien doch etwas mulmig, auf was ich mich da eingelassen hatte. Denn Seeschlangen gehören zu den giftigsten Schlangen der Welt, auch wenn sie nicht aggressiv sein sollen, aber wissen diese Schlangen das auch? Egal, ich hatte zugesagt und war trotz leichtem Unwohlsein wegen der Schlangen sehr neugierig auf die Tauchgänge mit ihnen.
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Tauchen mit Schlangen
Kaum ist das Schiff sicher verankert, ging es auch schon ins Wasser. An der Wasseroberfläche sah man bereits die ersten Schlangen herumschwimmen. Da sie keine Kiemen haben, müssen sie natürlich zum Luftholen an die Oberfläche.

Bei einer Wassertemperatur von 28-29°C fiel es uns leicht, drei bis vier Mal am Tag die Unterwasserwelt zu besuchen. Wir tauchten in einer regelrechten „Fischsuppe“. Es war wirklich faszinierend in diesen Fischschwärmen zu tauchen, die sich nicht von uns blubbernden „Gummi-Fischen“ stören liessen.

Dann tauchten die ersten Schlangen auf. Komisch, meine Angst verflogen! Sie wirkten überhaupt nicht aggressiv auf mich. Es ist toll, denn einerseits ignorierten sie uns, aber ich kann auch bei meinen Mittauchern beobachten, dass sie neugierig Flossen oder Kamerabändel untersuchen, sprich probierten! Zum Glück sah ich nicht, was sie bei mir machten. Ich traute mich nach einigen Tauchgängen sogar, die Schlangen zu berühren, allerdings nur am Ende des Körpers. Während eines Strömungstauchganges konnte ich dann den muskulösen Schlangenkörper direkt an meinem Arm spüren. Denn die Strömung hatte die Schlange gegen meinen Oberarm gedrückt und so schwamm sie, mich ignorierend, an mir entlang.
Aber ausser den Schlangen bieten, die Tauchplätze natürlich die übliche Vielfalt der indonesischen Unterwasserwelt in ihrer vollen Farbpracht. Von Langnasenbüschelbarschen, diversen Schnecken, Drachenköpfen, bunten Federsternen, Anemonen und vielen Korallenarten.
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Weitere Abenteuer
Nach 4 Tagen nahmen wir Abschied von der Schlangeninsel und hatten wieder 12 Stunden Fahrt vor uns, denn es ging zurück nach Luci Para, um einen Tauchstopp einzulegen. Nach weiteren 12 Stunden Fahrt erreichten wir die Banda-Inseln. Wir anktern jetzt im Hafen vor Banda Neira. Auch hier hatten wir wieder wunderschöne Tauchgänge, im Hafen und an den unterschiedlichen Tauchplätzen rund um die oInseln. Am interessantesten war noch das Tauchen am „Lava Flow“, denn dieser ehemalige Lavastrom entstand erst vor 17 Jahren, beim letzten Vulkanausbruch bei Banda Neira. Dieser Tauchplatz ist über und über mit Hartkorallen bewachsen, die aufgrund ihrer derzeitigen Grösse schon von Wissenschaftlern untersucht wurden. Normalerweise wachsen Korallen ja recht langsam, aber an diesem Platz haben beispielsweise die Tischkorallen schon Durchmesser von mehr als zwei Metern.

Weiter ging unsere Tauchsafari nach Nusa Laut. Wir befanden uns immer noch in der Inselgruppe der Molukken. Nach Begegnungen mit grossen Sepien und Anglerfischen ging die Fahrt wieder nach Ambon zurück. Auch hier standen noch ein paar Tauchgänge auf dem Programm. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, was in den Häfen Banda Neira und jetzt auch in Ambon unter Wasser zu finden ist. Unmengen an kleinen Lebewesen, die allerdings gefunden werden wollten. Ein gutes Auge, ein bisschen Erfahrung und Geduld sind angebracht und dann ist es unglaublich, was zu entdecken ist.
Leider endete jetzt unsere Zeit auf der Pindito, die am letzten Abend mit einem indonesischen Büffet und einheimischen Liedern der Crew ausklang.

Unsere Ferien waren noch nicht ganz vorüber, denn wir konnten uns noch eine Woche auf Bali entspannen. Dort gab es natürlich wieder Tauchgänge und etwas Wellness.

TV-Tipp: Edis Paradies
Ich hoffe, dass wir wieder einmal bei Edi auf der Pindito einschiffen können, denn es sind immer Ferien der ganz besonderen Art. Jetzt freuen wir uns erst einmal auf den Bericht im Schweizer Fernsehen, denn Otto C. Honegger hat den zweiten Teil von Edis Paradies während unserer Tour vorbereitet. Der Sendetermin ist Ende März geplant.
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